Mein Fazit zum #bpt10
So, nachdem ich beschlossen habe, meinen Tagesbericht des Bundesparteitages in ein Fazit von allen drei Tagen umzuwandeln, tu ich das nun:
Was an ganz vorderster Stelle stehen muss: Die Betreuung der internationalen Delegation durch das Betreuungsteam war genial! Es gab gute Vorträge (bzw, einen hab ich mitgekriegt, die andern nicht) über diverse Projekte, ständig war jemand um unser Wohl besorgt und wir konnten sonst noch von einigen Dingen profitieren (Was ich ja immer noch nicht akzeptieren kann, ist, dass die JuPis uns keine Masseusen zur Verfügung stellten, aber da mussten wir halt durch :) )
Hiermit noch einmal ein grosses Dankeschön, an das Betreuungsteam, Ihr habt Eure Arbeit super gemacht!
Was den Rest des Bundesparteitages angeht, bin ich gemischter Ansicht.
Jemand sagte heute zu mir: „Eine gute Organisation ist, wenn man von der Organisation nichts merkt“ da stimm ich zu. Und ich habe eigentlich von einer solchen Partei auch erwartet, dass das Ganze geordneter abläuft, was leider nicht wirklich der Fall war.
Fragen, die an die Kandidaten gestellt wurden, waren total unnütz, da sie nun echt nichts mit der Vorstandsarbeit zu tun haben (ein Beispiel, welches leider viel zu oft benutzt wurde: „Wie stehst du zur Genderdebatte?“), ein total überlastetes Wlan, Wahlhelfer, die plötzlich fehlen und, und das war so ziemlich das, was man am meisten hörte: GO-Anträge, GO-Anträge und noch mehr GO-Anträge. Kurz gesagt: Die Stimmung war, und das konnte man sehr gut spüren, ziemlich auf der Kippe.
Schlussendlich ging aber trotzem alles gut, wenn man mal von der massiven Zeitüberschreitung absieht. Das Wochenende ist überstanden, Die Partei hat einen neuen Bundesvorstand (Gratulation von meiner Seite zur Wahl) und ein, zwei Anträge wurden auch noch behandelt…
Jedoch war das nicht das Ziel das eigentlich gesetz war. Meines Erachtens wurde viel zu viel Zeit aufgewendet um den Vorstand zu wählen, und um über, meist sinnlose, GO-Anträge zu diskutieren. Hier ist jedoch zu hoffen, dass Diskussionen durchs LiquidFeedback vermindert werden können.
Wenigstens gab es genug Stände mit Nahrungsmitteln, so musste wenigstens keiner Verhungern oder Verdursten.
Und für die Popcornjunkees war auch gesorgt (Zwar mit Zucker statt Salz, aber egal)
Persönlich kann ich sagen, dass der BPT mir einige neue, gute Kontakte eingebracht, sehr gute Gespräche in Erinnerung behalten und mich um einige Erfahrungen reicher gemacht hat. Es war eine gemütliche Zeit da oben in Bingen, und die Rheinschifffahrt war auch ganz toll.
Fazit: Die Piratenpartei Deutschland hat anscheinend ein einziges, wirklich wichtiges Problem. Es nennt sich Genderdebatte und ist in meinen Augen völliger Schwachsinn, aber um meinen Senf beizutragen: Ab sofort heisst es das Computer, das Partei, das Pirat usw… immer noch besser, als hinter alles ein „-Innen“ zu setzen!
Spass beiseite: Ich hoffe, dass die Piraten in Deutschland auch Erfahrungen gesammelt haben, und dass es nicht zu einem zweiten Bingen kommen wird!


